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Neuigkeiten im Fall:

Der Sommerstugamord in Arboga – ein Verbrechen mit Vorgeschichte

Am 17. März 2017 ist gegen die 42-jährige Johanna Haftbefehl wegen des Mordes an ihren Mann erlassen worden. Inzwischen ist auch formell Anklage in dieser Causa erhoben worden.

Bereits im Februar 2017 wurde Haftbefehl gegen einem 25-jährigen Mann erlassen, dem eine Mittäterschaft an diesem Verbrechen vorgeworfen wird. Zwei weitere Verdächtige wurden jedoch nach ausführlichen Verhören entlastet.

Ein Justizskandal - Der Raubmord in Kalamark

Nachdem das Oberste Gericht beschlossen hatte, dass das Kammergericht Övre Norrland den Fall neu aufarbeiten muss, beschloss der dort zuständige Staatsanwalt Jens Göransson am 20. März 2017,die Anklage gegen Linna aufrechtzuerhalten. Damit bleibt Linna in Haft.

Görannson beruft sich auf die Beweisführung des Amts- und des Kammergerichtes und - genau wie die Verteidigung - auf neuere Analysen des Telefonverkehrs zum Tatzeitpunkt.

Der neue Prozess soll am 9. Mai 2017 beginnen.

Für den Außenstehenden wirkt das unfassbar bizarr. Aus den Untersuchungsunterlagen ist nicht auch nur ansatzweise etwas zu entnehmen, was auf eine (Allein-)Schuld Linnas hinweist. Darin sind sich alle Experten außerhalb Norrbottens einig. Was die Staatsanwaltschaft in Norbotten wirklich treibt, verbleibt völlig unklar. Bis zum Mai 2017 auf jeden Fall...

Kaj Linna freigesprochen

Das Kammergericht Norrland hat in dem vom Obersten Gericht angeordneten neuen Verfahren am 15. Juni 2017 Kaj Linna von allen Vorwürfen freigesprochen. Es bewertete die  Beweisführung der Staatsanwaltschaft als  „...unzureichend. Diese könne nicht zu einer Verurteilung führen." So das Gericht. Linna war bereits am 30. Mai nach beinahe 13 Jahren aus der Haft entlassen worden.

Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Kaj Linna erwartet eine relativ hohe finanzielle Kompensation für die zu Unrecht im Gefängnis verbrachten Jahre. Wobei hier mit Blick auf die gängige Praxis die Betonung auf relativ liegen dürfte. Die Zeit, in der er das Aufwachsen seiner Kinder und das Altern und Sterben seiner Eltern aus dem Gefängnis beobachten musste, wird ihm in keinem Fall wirklich ausgeglichen werden können. Kurze Zeit nach seiner Entlassung verließ er Schweden Richtung Kanarische Inseln. 

Mehr zu weiteren Entwicklungen im Fall können Sie im Band 2 lesen.